Leitbild Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz

Das Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz ist ein Zusammenschluss von rheinland-pfälzischen Nichtregierungsorganisationen (NRO) und Initiativen, die sich als Interessensvertretung von Betroffenengruppen in der Antidiskriminierungsarbeit engagieren.

Das Netzwerk wird von den folgenden Mitgliedern gegründet:

  • Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Integration und Migration
    Rheinland-Pfalz
  • Initiativausschuss für Migrationspolitik Rheinland-Pfalz
  • Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz
  • Landesfrauenbeirat Rheinland-Pfalz
  • Landesjugendring Rheinland-Pfalz
  • Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz
  • Landesverband der jüdischen Gemeinden Rheinland-Pfalz
  • Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung in Rheinland-Pfalz
  • QueerNet Rheinland-Pfalz e.V – Schwul, Lesbisch, Bi, Trans*, Inter*
  • Verband der Deutschen Sinti & Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz
  • Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen,
    Mainz e.V.

Darüber hinaus sind als Kooperationspartner beteiligt:

  • Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend & Frauen Rheinland-Pfalz
  • Beauftragter der Landesregierung für Migration und Integration
    Rheinland-Pfalz
  • Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung
  • Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V.
  • IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz im
    Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“
  • Treffen der kommunalen Behindertenbeauftragten Rheinland-Pfalz

Das Netzwerk ist offen für weitere Partner und Mitglieder.

Das Netzwerk orientiert sich an dem Ziel des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Benachteiligungen, die aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität resultieren, sollen verhindert oder beseitigt werden. Das gemeinsame Verständnis von Diskriminierungsmerkmalen geht über die im AGG genannten Dimensionen hinaus.

Die Mitglieder des Netzwerkes setzen sich in Rheinland-Pfalz für (potentiell) von Diskriminierung betroffene Personen & Gruppen ein; speisen ihre Erfahrungen und Arbeitsansätze in das Netzwerk ein und entwickeln gemeinsam lokale und regionale Handlungsstrategien und –ansätze, die der Zielerreichung dienen.

Vielfalt und Unterschiedlichkeit werden im Sinne des Diversity-Ansatzes als Stärke und Potential verstanden. Dieser Ansatz berücksichtigt und wertschätzt die individuelle Vielfalt und zielt auf die verbesserte Inklusion aller Individuen unabhängig ihrer Merkmale.
Die Netzwerkpartner setzen sich für mehr Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Personen und Gruppen ein, die von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen sind.

Die Bearbeitung von personeller und struktureller Benachteiligung stellt den Bezugspunkt für das praktische Handeln dar. Es sollen Wege zu mehr Chancengleichheit aufgezeigt werden.
Konkrete Diskriminierungserfahrungen unterschiedlichster Gruppen sollen sichtbar gemacht werden.
Ziel der Zusammenarbeit im Netzwerk Antidiskriminierung in Rheinland-Pfalz ist die Entfaltung von politischer und gesellschaftlicher Schlagkraft für die Diskriminierungsbekämpfung durch Erfahrungsaustausch, gegenseitigem Lernen und Entwicklung gemeinsamer Strategien.

Die Arbeit zielt im Besonderen auf

  • Platzierung des Themas (Anti-)Diskriminierung in Politik & Öffentlichkeit.
  • Bewusstseinsbildung von Vielfalt als Stärke Konkretisierung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes für Rheinland-Pfalz
  • Verbesserung der Beratungspraxis
  • Umsetzung konkreter Aktivitäten und Projekte auf lokaler und regionaler Ebene
  • sowie auf den Aufbau einer Beratungsstruktur zum AGG in RLP
  • ­­­­­Vor diesem Hintergrund orientiert sich das Netzwerk u.a. an folgenden thematischen Linien:
  • Ansätze für mehr Qualität in der Beratung entwickeln
  • Verfahren zu Schutz vor Diskriminierung erarbeiten
  • Aspekte und Ausprägung der mehrdimensionalen Diskriminierung in den Blick nehmen und sichtbar machen
  • Benachteiligung, Abgrenzungs- und Ausschlussprozesse identifizieren und bearbeiten ­­
  • Zivilgesellschaftliche Strukturen stärken

Auf der Grundlage der Ziele und der thematischen Linien nimmt das Netzwerk derzeit unterschiedliche Adressaten in den Blick

  • Das Netzwerk richtet sich an Akteure in politischen Entscheidungsstrukturen auf kommunaler -, Landes- und Bundesebene.
  • Es zielt auf die Intensivierung der Antidiskriminierungsarbeit in und unter den beteiligten Mitgliedsorganisationen und –verbänden auf landesweiter und lokaler Ebene.
  • Es adressiert Menschen in Rheinland-Pfalz, die un- oder mittelbar von Diskriminierung betroffen sind.
  • Das Netzwerk platziert seine Zielstellung und seine Aktivitäten in der Struktur lokaler, regionaler und überregionaler Presse- und
    Öffentlichkeitsarbeit.

Verabschiedet am 29. Juni 2012